"Deutsches Brot sah für mich aus wie ein Stein"

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YouTuber Firas Alshater a.k.a. Zukar

Der syrische YouTube-Comedian Firas Alshater alias "Zukar" erklärt den Deutschen in seinen Videos, wie es ist, Flüchtling zu sein. Geflüchtete erfahren von ihm, wie die Deutschen ticken. Auf der Subkonferenz "re:fugees", die die re:publica mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ausrichtet, erzählt er in seiner Keynote "Was Flüchtlinge wollen", warum ihm die Reaktionen auf seine Clips Hoffnung auf ein gutes Zusammenleben zwischen Deutschen und Neuankömmlingen machen.

"Was mögt ihr an Deutschland?" Diese Frage stellte Firas Alshater den Fans seiner YouTube-Sendungen. Ihre Antworten: Deutsches Brot, die Freiheit, und den Frieden. Über die erste Antwort hat er sich ein bisschen gewundert. Deutsches Brot sah für ihn auf den ersten Blick aus "wie ein Stein". Gelächter im Publikum.

Die Clips funktionieren vor allem dank Alshaters Humor. Schon über drei Millionen Mal wurde sein erstes Video geklickt, das er unter seinem Alias "Zukar" auf YouTube hochgeladen hat. Alshater will in seiner Keynote klarmachen, dass Integration nur funktioniert, wenn Geflüchtete und Deutsche miteinander reden. Gerade das funktioniere aber nicht so gut. "Es wird viel ÜBER Flüchtlinge geredet. Flüchtlinge können aber nicht für sich selbst sprechen." Gegenseitige Kommunikation kann seiner Meinung nach schlecht stattfinden, "wenn Flüchtlinge mit 400 anderen Flüchtlingen in ein Flüchtlingsheim gesteckt werden."

Doch Alshater ist sich sicher, dass die Integration noch klappen wird. Im Talk lässt er Kommentare von TeilnehmerInnen vorlesen, die ihm ZuschauerInnen auf der Webseite unter seinen Videos hinterlassen haben. Eine Zuschauerin entschuldigt sich dafür, (...) dass viele Deutsche mit Ablehnung auf sie reagierten. Ein Zuschauer betont in seinem Kommentar, dass seine Eltern und Großeltern Deutsche sind. Aber er, und auch "ein Freund, der die AfD wählt, findet deine Videos gut."  

Alshaters Fazit zum Thema Integration: "Die Deutschen brauchen etwas länger. Aber wenn sie mal mit etwas angefangen haben, dann sind sie nicht zu stoppen.“

Foto: re:publica/Gregor Fischer (CC BY 2.0)

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Bundeszentrale für politische Bildung

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