Der Affe des Herrn Malkiel

Business & Innovation
re:publica 2016

Kurzthese: 

Selbst mit verbundenen Augen könnten Affen am Aktienmarkt mehr Gewinn erzielen als Börsenprofis. Diese Theorie des Princeton-Professors Burton Malkiel aus den 70er Jahren haben wir auf unserem modernen Finanzmarkt angewendet und einen Roboter gebaut, der einem relativ unberechenbaren Affen nachempfunden ist. Dieses Experiment zeigt auf, welche Risiken aber auch Chancen es für unsere Gesellschaft hat, wenn die "Monkey Jobs" der Investmentbanker immer mehr von Robotern ersetzt werden.

Beschreibung: 

Die Theorie des Princeton-Professors Burton Malkiel, selbst mit verbundenen Augen könnten Affen am Aktienmarkt mehr Gewinn erzielen als Börsenprofis, findet bei Investmentbankern und Wirtschaftsstudenten naturgemäß wenig Anklang. Wir haben basierend auf Malkiels in den 70er-Jahren aufgestellten Theorie – ohne jegliche praktische Erfahrung am Finanzmarkt – einen relativ unberechenbaren Affen-Roboter ins Leben gerufen, der im "Blindfolded Monkey"-Modus Hochfrequenzhandel an einer Bitcoin-Börse in Hong Kong betreibt und Hedge Fonds Mananger und Banker auf Twitter ärgert.

Unser Affe setzt monatlich mehr als eine Million Euro um, auch während unseres Vortrags stellt er in seiner Funktion als "Market Maker" Liquidität zur Verfügung und handelt live mit hochspekulativen Derivaten. Die damit generierten Daten ermöglichen einen exklusiven Einblick in die Funktionsweise der beinahe vollständig automatisierten Finanzmärkte. Wir zeigen auf, welche Risiken aber auch Chancen es für unsere Gesellschaft hat, wenn die "Monkey Jobs" der Investmentbanker immer mehr von Robotern ersetzt werden.

Audioaufzeichnung: 

Stage 8
Mittwoch, 4. Mai 2016 - 12:30 bis 13:00
Deutsch
Vortrag
Beginner

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