Every BODY dance now – Unsere Körper im Netz

Politics & Society
re:publica 2016

Kurzthese: 

Die Tage, in denen unsere Internetnutzung durch Text und anonyme Avatare geprägt war, gehören längst der Vergangenheit an: Auf Instagram, tumblr, Pinterest, auch facebook und twitter kommunizieren wir – dank technischem Fortschritt – immer häufiger durch Bilder. Damit hat auch die Abbildung von Körpern an Relevanz gewonnen. Studien zeigen beispielsweise, dass die meisten Jugendlichen schon mindestens einmal ein Selfie von sich im Social Web geteilt haben. Das öffnet die Türen für Phänomene, die die Chancen und Risiken von Körperlichkeit deutlich machen: Empowerment und Sichtbarmachung auf der einen Seite, Body Shaming und Kontrollverlust auf der anderen.

Beschreibung: 

Doch welchen Einfluss hat die Überzahl an Bildern auf unsere eigene Körperwahrnehmung? Wessen Körperlichkeit wird im Internet überwiegend behandelt und kommentiert? Aber vor allem: Wie sollten wir uns dazu verhalten?

2015 machte der Brite Sean O’Brien Schlagzeilen: Zunächst beim Tanzen unfreiwillig fotografiert, wurde er Opfer von Fat Shaming im Internet. Als Reaktion darauf riefen Aktivist*innen den Hashtag #FindDancingMan ins Leben, um ihn ausfindig zu machen und ihm gegenüber Solidarität zu bekunden. Sein Happy End fand die Geschichte in einer großen Tanzparty, die ihm zu Ehren mit Hilfe von Crowdfunding geschmissen wurde. Dennoch bleibt sie aber auch ein Einzelfall, der leider nicht der Realität der meisten Menschen mit normabweichenden Körpern entspricht.

Die finale Frage dieses Vortrags sollte daher schließlich lauten: Wie können wir das Netz zu einem Dancefloor für alle Körper machen?

Stage 7
Mittwoch, 4. Mai 2016 - 18:00 bis 18:30
Deutsch
Vortrag
Beginner

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