Wir müssen reden! Warum Rassismus im Netz noch immer Alltag ist

Politics & Society
re:publica 2016

Kurzthese: 

Zehn Jahre re:publica und trotzdem ist im Netz nicht alles Glitzer, Flausch und Einhörner. Belästigungen, Beschimpfungen und in vielen fällen auch Bedrohungen sind für viele Menschen, die im Netz unterwegs sind, leider immer noch Alltag. Durch die aktuellen Entwicklungen in der Welt, der zunehmenden Zahl von Menschen auf der Flucht, nimmt die Anzahl der rassistischen Äußerungen durch “besorgte Bürger*innen”, auch unter Klarnamen, massiv zu. Deshalb müssen wir JETZT darüber reden, wie wir mit Hass und Rassismus im Netz umgeben. Nur so kann das Internet zu einem Ort für alle werden.

Beschreibung: 

Zehn Jahre re:publica und trotzdem ist im Netz nicht alles Glitzer, Flausch und Einhörner. Menschen, die politisch aktiv sind, oder auch Privatpersonen, die im Netz unterwegs sind, sind nicht selten mit Belästigungen und Beschimpfungen konfrontiert. Das Streben nach einem Netz, in dem Herkunft oder ie Hautfarbe keine Rolle mehr spielen, ist leider noch immer nicht Realität.

Menschen, die andere im Netz angreifen, werden noch immer als “Trolle” verharmlost, und die Aussage “Don’t feed the Troll” ist weit verbreitet und wird von Vielen als hilfreicher Tipp gesehen. Dabei wird davon ausgegangen, dass Menschen den Rassismus einfach so hinnehmen, und nicht auf den “Troll” eingehen sollen. Das Problem ist dabei aber ein ganz anderes: Menschen fühlen sich im Netz sicher und haben keine Konsequenzen zu fürchten. Wir müssen eine Debatte darüber führen, wie wir mit rassistischer Hetze im Netz, die nicht selten direkt an Personen gerichtet, ist umgehen wollen. Wir müssen darüber reden, wie Menschen im Netz Feminismus und die Rechte von Frauen* instrumentalisieren, um ihre rassistische Hetze zu legitimieren.

Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Um es zu überwinden, ist ein gesellschaftliches Umdenken vonnöten.

Stage J
Montag, 2. Mai 2016 - 14:45 bis 15:15
Deutsch
Vortrag
Beginner

Speakers